Markus Jakob
6. Juni 2009
Gracht
Der Enterich, der hier unter dem kritischen Blick seiner Gesponsin eine Tetrabrikpackung zum Nestbau anliefert, ist offenbar nicht ein barcelonesischer Purist, sondern ein Amsterdamer Grachtenbewohner.
19. Mai 2009
Ruiz-Gelis bewohnbares Reptil
Enric Ruiz-Geli hat in Ampuriabrava (Costa Brava) dieses Gebilde gebaut – ein Einfamilienhaus –, dem derzeit Barcelonas Museu de la Ceràmica eine Ausstellung widmet.
Hier der Link auf die 10. spanische Architekturbiennale, die einen Überblick über Dutzende weiterer teils nicht nur bestaunens-, sondern bewundernswerter neuer Bauten im Lande bietet.
1. April 2009
Sweet Home Chicago (IV)
Der öffentliche Verkehr ist nicht Chicagos Stärke. Und doch gibt es nichts Großartigeres als den Loop, der die Innenstadt rasselnd umkreist. Dann kann es geschehen, und es ist sogar ziemlich wahrscheinlich, dass man stadtauswärts zwischendurch auf einen Bus umgeladen wird, weil die Schienen gerade wieder von einer Werkmanns-Crew erneuert werden (dafür bietet sich die Skyline als Photosujet prächtiger denn je dar; hier, hier und hier einige andere schöne Videos, über oder aus den CTA Trains gefilmt, und bei denen einem klar wird: man ist nun im Westen angelangt).
In eine wahrlich traumhafte Straße biegt man ab, wenn man die Forest Avenue betritt, an der Wright sieben (das Haus am Elizabeth Court mitgerechnet acht) fabelhafte Häuser gebaut hat; freilich ohne dass sich der Prairie Style dadurch als urbanistische Alternative aufdrängte. Doch dieses weite Feld überlassen wir lieber Wright-Kennern.
31. März 2009
Where to stay in Barcelona
Was hier, ganz nebenbei, auch noch zu bemerken ist: der Autor vermietet tage- und wochenweise ein Apartment (auch als Penthouse zu bezeichnen und gemeinhin die »Schatulle« genannt) in downtown Barcelona. Hier die Links auf den deutschen und den englischen Prospekt:
PENTHOUSE BARCELONA ZU VERMIETEN.PDF
BARCELONA PENTHOUSE FOR RENT.PDF
See also this photo gallery
[caption id="" align="alignnone" width="595" caption="Design Studio for rent in Barcelona"]
[/caption]
[caption id="" align="alignnone" width="567" caption="City Landscapes"]
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PENTHOUSE BARCELONA ZU VERMIETEN.PDF
BARCELONA PENTHOUSE FOR RENT.PDF
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[caption id="" align="alignnone" width="595" caption="Design Studio for rent in Barcelona"]
[caption id="" align="alignnone" width="567" caption="City Landscapes"]
Sweet Home Chicago (III)
29. März 2009
Sweet Home Chicago (II)
So viele Städte sind’s nicht, in denen man sich – meines Erachtens – einmal herumgetrieben haben m u s s : Paris, New York, Buenos Aires, Tokyo... Wien vielleicht, Lissabon, im D.F. (Mexico), in San Francisco... Eine schon etwas persönlichere Auswahl: Turin, Fes, Casablanca, Budapest, Sevilla... Und Saigon, San Antonio, Fukuoka... Das sind in etwa meine Lieblinge. Von China kenne ich nur Hongkong, aber es zieht mich nicht eigentlich dorthin. Hamburg steht schon lange auf meiner Warteliste, nebst Odessa und Sankt Petersburg, Nairobi vielleicht... Aber wirklich noch gesehen haben muss ich nur Tel Aviv und... Chicago. Und in Chicago bin ich nun endlich gelandet.
ihrer Verlängerung über den Chicago River hinaus. Dahinter: Lake Michigan einerseits, die Stadt gewordene Prärie anderseits.
Die Michigan Avenue als neueres Geschäftszentrum hat architektonisch trotz der erwähnten und anderer Bauten nicht dieselbe Kraft wie der innerstädtische Loop.
Die neuralgische Naht bleibt der Chicago River,
27. März 2009
Parc de la Ciutadella: Batlle i Roig vor meinem Balkon; Baldeweg, Bohigas und Bonell jenseits des Parks
Vor einigen Jahren gewannen die Architekten Batlle i Roig (Website z.Zt. im Umbau) einen Ideenwettbewerb zwecks Neugestaltung des Parc de la Ciutadella. Eine halbe Ewigkeit schon träumt man von einer Passerelle, die sich von hier über die Gleisanlagen der Estación de Francia und die Ronda Litoral hinweg in die Barceloneta und an den Strand schwingen soll. Ein solcher Übergang war einst, freilich noch weniger Hindernisse überwindend, für die Weltausstellung 1888 gebaut worden. Und die entsprechende Rampe, von der aus man die Partien des C.F. Barceloneta verfolgen kann, steht in der Barceloneta nächst dem Hospital del Mar seit Jahren bereit. Eines fernen Tages wird die Passerelle wohl gebaut werden.
Hingegen hat man die lang gehegten Pläne, den Zoo aus dem Park in einen Naturraum irgendwo im vorstädtischen Vallés auszulagern, nun anscheinend aufgegeben. Zu kostspielig; man wird sich mit der Verlegung der Meeresfauna in den derzeit im Bau befindlichen Zoo Marino beim Forum-Gelände und einer Erneuerung der durchweg schändlichen Tiergehege begnügen, und den durch seine Ummauerungen und Einfriedungen bisher hermetischen Zoo irgendwie passierbarer und passabler zu machen versuchen.
Batlle i Roig (oder werimmer) werden die lang ersehnte Durchläßigkeit des ältesten Parks der Stadt mithin durch den Zoo selbst erzwingen müssen. Dieselben Architekten bauen zur Zeit schräg gegenüber meiner Wohnung ein munizipales Sportzentrum. Es wächst nächst der Estación de Francia auf einem Grundstück am Ende des Paseo de Circun-valación – Ecke Picasso und Marqués de la Argentera –, das zuvor Basketball-spielplätze aufgenommen hatte, auf denen die Kids (mehrheitlich Immigranten) oft bis in alle Nacht herumtollten. Ihr Geschrei war um drei Uhr früh jedenfalls angenehmer als das Geblök der Nachtclub-Klientel.
Diese Ecke der Stadt hat’s im übrigen insofern in sich, als hier auch (nach dem, ca 2004 hier beschriebenenVersuch, sie im nahen Mercado del Borne unterzubringen) die große Provinzbibliothek weiterhin ihren Baugrund sucht; die Markthalle ihrerseits wird nun, mit entnervender Langsamkeit, nach der Offenlegung der in ihrem Untergrund verborgenen Ruinen, zu einer Dépendance des Museu de Història de la Ciutat umgebaut. Wie schön lag der um 1975 (im Gegensatz zu Les Halles in Paris) durch den Widerstand der Anwohner vor dem Abriss bewahrte, dann renovierte Großmarkt vollkommen nutzlos jahrelang mitten im Quartier.
Was aus der Estación de Francia werden wird, wenn eines Tages der letzte Zug hier ein- oder ausgefahren sein wird, ist weiterhin unklar.
Am andern Parkende – Calle Wellington – hat die Universität Pompeu Fabra für ihre Baupolitik, in alten Stadtteilen verstreute Gebäude für ihre Zwecke umzunutzen, die überzeugendsten Lösungen gefunden. Die beiden Militärkasernen – die eine von Esteve Bonell, die andere von Oriol Bohigas (MBM) umgebaut – sind heimliche Sehenswürdigkeiten Barcelonas. Erst recht gilt dies für die Bibliothek im Depósito de Agua, die in ihren nachgerade an die Moschee von Córdoba erinnernden Mauerbögen u.a. die 40'000 Bände der Biblioteca Mystica et Philosophica des Schweizer Gelehrten Alois Haas aufnimmt. Und wer sich je veranlasst sähe, Hussrls zwei Regalmeter einnehmendes Gesamtwerk im Original zu studieren, hätte hier exquisite Gelegenheit dazu.
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