Vor einigen Jahren habe ich diesen Text über Antonio Bonet geschrieben, den neben Sert wohl wichtigsten katalanischen Architekten jener Generation, die dem Spanien Francos den Rücken kehrten – oder kehren mussten – und einen Grossteil ihres Werks auf der andern Seite des Atlantiks bauten; in Bonets Fall in Argentinien.
Nun war wieder einmal Gelegenheit, seine Villa La Ricarda beim Flughafen Barcelona zu besuchen, anlässlich eines Projekts des belgischen Künstler Michel François, der die Villa für mehrere Wochen gemietet hat, um dort gemeinsam mit Künstlerfreunden wie Francis Alys, Dominique Gonzales Foerster und andern einen Film zu drehen.
Die Ricarda ist und bleibt eines der fabelhaftesten Häuser Barcelonas, von Bonet in vierzehnjähriger Planungs- und Bauzeit (1949-1963) bis ins kleinste Detail durchgestylt und doch in erster Linie einfach dieser weisse Akkord von Dachgewölben in einer Waldlichtung. Die Dächer sind nun übrigens restauriert worden – hier ein Bericht der ausführenden Architekten darüber. Andere Bauteile sind hingegen in bedenklichem Zustand, auch das von Bonet entworfene Mobiliar, wie in dieser Galerie zu sehen. (Ah... das Küchencockpit. Ein clin d'oeuil an die Umgebung?)
Zu Bonet ist weiter zu bemerken, dass die Stadt Barcelona seine wunderbare, im Februar geschlossene Hunderennbahn Buy cardura online nun in ihr Eigentum zu bringen versucht, um sie in ein Sportzentrum für das Quartier zu verwandeln. - Googlenderweise stiess ich auf die reich bestückte Videothek der Universitat Politecnica de Catalunya, in der Bonet mit diesem Vortrag vertreten ist.
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