Ich wollte hier bloss kurz die vergangene Woche resümieren: die Fragonard-Ausstellung, das Konzert von Madeleine Peyroux... – Über die Einsetzung der neuen katalanischen Regierung sei hinweggegangen: zumal sich die klapprige Linkskoalition nochmals glücklich zusammengerauft hat gegen die bürgerlichen Nationalisten (CiU).
Was war da sonst noch? Ah, Natalie Jeremijenko, «a new media artist who works at the intersection of contemporary art, science, and engineering». Eine russische Ingenieurskünstlerin bzw. Kunstingenieurin? Ich eilte ins CCCB, um mir Gewissheit zu verschaffen. In der Hall eine für die Veranstaltungsreihe now präparierte Mac-Landschaft; auf der aus Holzpaletten errichteten Bühne referierte erst ein Soziologe, dann ein Molekularbiologe zum Thema des Abends: unseren Ängsten vor der galoppierenden Entwicklung der Biotechnologie und ihrem Einbruch in unseren Alltag. Zwischen den beiden struppigen spanischen Wissenschaftern wartete Natalie auf ihren Auftritt. Sie ist nicht Russin, sondern Australierin. Heute lebt sie in New York und San Diego und entwickelt an den dortigen Eliteuniversitäten ihre Projekte. In einer E-Mail versuchte ich einem Freund den denkwürdigen Abend zu schildern: natalie, très belle, très chic dans sa robe mini rouge écarlate, avec des bottes noires, sur son fauteuil rouge et avec son iBook tout aussi rouge! inutile de dire que c'est une communiste. jeremijenko! c'est avec des animaux manipulés in silico, voire moyennant pseudopodie fagocitante, qu'elle veut donc faire la révolution. Na ja, vielleicht eine etwas enganliegende Zusammenfassung. Aber man soll sich ja kurz fassen.
Anschliessend gingen wir ins Kino: Peckinpahs The Getaway, einer meiner Kinofetische, seit 25 Jahren nicht mehr gesehen. Diese Woche steht er auf dem stets wunderbaren Programm des Reprisenkinos Méliès.
Am Samstag verpasste ich dann Ronaldinhos schon legendären Fallrückzieher zum 4:0 gegen Villarroel. Wer hat da was von Barças Niedergang gemunkelt?
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