Markus Jakob
31. März 2009
Sweet Home Chicago (III)
29. März 2009
Sweet Home Chicago (II)
So viele Städte sind’s nicht, in denen man sich – meines Erachtens – einmal herumgetrieben haben m u s s : Paris, New York, Buenos Aires, Tokyo... Wien vielleicht, Lissabon, im D.F. (Mexico), in San Francisco... Eine schon etwas persönlichere Auswahl: Turin, Fes, Casablanca, Budapest, Sevilla... Und Saigon, San Antonio, Fukuoka... Das sind in etwa meine Lieblinge. Von China kenne ich nur Hongkong, aber es zieht mich nicht eigentlich dorthin. Hamburg steht schon lange auf meiner Warteliste, nebst Odessa und Sankt Petersburg, Nairobi vielleicht... Aber wirklich noch gesehen haben muss ich nur Tel Aviv und... Chicago. Und in Chicago bin ich nun endlich gelandet.
ihrer Verlängerung über den Chicago River hinaus. Dahinter: Lake Michigan einerseits, die Stadt gewordene Prärie anderseits.
Die Michigan Avenue als neueres Geschäftszentrum hat architektonisch trotz der erwähnten und anderer Bauten nicht dieselbe Kraft wie der innerstädtische Loop.
Die neuralgische Naht bleibt der Chicago River,
27. März 2009
Parc de la Ciutadella: Batlle i Roig vor meinem Balkon; Baldeweg, Bohigas und Bonell jenseits des Parks
Vor einigen Jahren gewannen die Architekten Batlle i Roig (Website z.Zt. im Umbau) einen Ideenwettbewerb zwecks Neugestaltung des Parc de la Ciutadella. Eine halbe Ewigkeit schon träumt man von einer Passerelle, die sich von hier über die Gleisanlagen der Estación de Francia und die Ronda Litoral hinweg in die Barceloneta und an den Strand schwingen soll. Ein solcher Übergang war einst, freilich noch weniger Hindernisse überwindend, für die Weltausstellung 1888 gebaut worden. Und die entsprechende Rampe, von der aus man die Partien des C.F. Barceloneta verfolgen kann, steht in der Barceloneta nächst dem Hospital del Mar seit Jahren bereit. Eines fernen Tages wird die Passerelle wohl gebaut werden.
Hingegen hat man die lang gehegten Pläne, den Zoo aus dem Park in einen Naturraum irgendwo im vorstädtischen Vallés auszulagern, nun anscheinend aufgegeben. Zu kostspielig; man wird sich mit der Verlegung der Meeresfauna in den derzeit im Bau befindlichen Zoo Marino beim Forum-Gelände und einer Erneuerung der durchweg schändlichen Tiergehege begnügen, und den durch seine Ummauerungen und Einfriedungen bisher hermetischen Zoo irgendwie passierbarer und passabler zu machen versuchen.
Batlle i Roig (oder werimmer) werden die lang ersehnte Durchläßigkeit des ältesten Parks der Stadt mithin durch den Zoo selbst erzwingen müssen. Dieselben Architekten bauen zur Zeit schräg gegenüber meiner Wohnung ein munizipales Sportzentrum. Es wächst nächst der Estación de Francia auf einem Grundstück am Ende des Paseo de Circun-valación – Ecke Picasso und Marqués de la Argentera –, das zuvor Basketball-spielplätze aufgenommen hatte, auf denen die Kids (mehrheitlich Immigranten) oft bis in alle Nacht herumtollten. Ihr Geschrei war um drei Uhr früh jedenfalls angenehmer als das Geblök der Nachtclub-Klientel.
Diese Ecke der Stadt hat’s im übrigen insofern in sich, als hier auch (nach dem, ca 2004 hier beschriebenenVersuch, sie im nahen Mercado del Borne unterzubringen) die große Provinzbibliothek weiterhin ihren Baugrund sucht; die Markthalle ihrerseits wird nun, mit entnervender Langsamkeit, nach der Offenlegung der in ihrem Untergrund verborgenen Ruinen, zu einer Dépendance des Museu de Història de la Ciutat umgebaut. Wie schön lag der um 1975 (im Gegensatz zu Les Halles in Paris) durch den Widerstand der Anwohner vor dem Abriss bewahrte, dann renovierte Großmarkt vollkommen nutzlos jahrelang mitten im Quartier.
Was aus der Estación de Francia werden wird, wenn eines Tages der letzte Zug hier ein- oder ausgefahren sein wird, ist weiterhin unklar.
Am andern Parkende – Calle Wellington – hat die Universität Pompeu Fabra für ihre Baupolitik, in alten Stadtteilen verstreute Gebäude für ihre Zwecke umzunutzen, die überzeugendsten Lösungen gefunden. Die beiden Militärkasernen – die eine von Esteve Bonell, die andere von Oriol Bohigas (MBM) umgebaut – sind heimliche Sehenswürdigkeiten Barcelonas. Erst recht gilt dies für die Bibliothek im Depósito de Agua, die in ihren nachgerade an die Moschee von Córdoba erinnernden Mauerbögen u.a. die 40'000 Bände der Biblioteca Mystica et Philosophica des Schweizer Gelehrten Alois Haas aufnimmt. Und wer sich je veranlasst sähe, Hussrls zwei Regalmeter einnehmendes Gesamtwerk im Original zu studieren, hätte hier exquisite Gelegenheit dazu.
24. März 2009
8. März 2009
27. Februar 2009
Via Layetana
26. Februar 2009
4 Torres – Madrids neue Skyline
Das ehemalige Trainingsgelände von Real Madrid wurde – vgl. dazu den letzten Beitrag – nach einem typisch spanischen Umwidmungsdeal für eine Neuüberbauung freigegeben, die volumetrisch die verschiedensten Möglichkeiten zugelassen hätte. Man entschied sich – von Ove Arup beraten, und zweifellos in der Absicht, Madrids himmelstürmende Ambitionen zu verdeutlichen – für vier je annähernd 250 Meter hohe Wolkenkratzer.
In der Verlängerung der Castellana, von der Plaza Castilla aus gesehen, beherrscht Norman Fosters Bau (links) das Bild, von Norden her gibt I.M. Peis bulliger Glasturm den Ton an (beide hier noch im Bau).
Strukturell und formal vielleicht am interessantesten – nur schon weil sie ihre Teilung in drei Kreissegmente verbirgt und stattdessen von allen Seiten wie ein halbiertes Oval erscheint – ist die Torre SyV der spanischen Architekten Rubio & Álvarez-Sala. Foster hingegen bleibt schon fast erbärmlich hinter seinen in Hongkong oder Frankfurt realisierten Hochbauten zurück.
Erstaunlich fad wirkt aus dieser Höhe betrachtet das sich so ungehemmt in die Meseta ausbreitende Madrid. Selbs die Flucht der Castellana (links zwischen den schiefen KIO-Türmen, einem unverzeihlichen Spätwerk von Philip Johnson) entbehrt aller Grandezza.
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