Das ehemalige Trainingsgelände von Real Madrid wurde – vgl. dazu den letzten Beitrag – nach einem typisch spanischen Umwidmungsdeal für eine Neuüberbauung freigegeben, die volumetrisch die verschiedensten Möglichkeiten zugelassen hätte. Man entschied sich – von Ove Arup beraten, und zweifellos in der Absicht, Madrids himmelstürmende Ambitionen zu verdeutlichen – für vier je annähernd 250 Meter hohe Wolkenkratzer.
In der Verlängerung der Castellana, von der Plaza Castilla aus gesehen, beherrscht Norman Fosters Bau (links) das Bild, von Norden her gibt I.M. Peis bulliger Glasturm den Ton an (beide hier noch im Bau).
Strukturell und formal vielleicht am interessantesten – nur schon weil sie ihre Teilung in drei Kreissegmente verbirgt und stattdessen von allen Seiten wie ein halbiertes Oval erscheint – ist die Torre SyV der spanischen Architekten Rubio & Álvarez-Sala. Foster hingegen bleibt schon fast erbärmlich hinter seinen in Hongkong oder Frankfurt realisierten Hochbauten zurück.
Erstaunlich fad wirkt aus dieser Höhe betrachtet das sich so ungehemmt in die Meseta ausbreitende Madrid. Selbs die Flucht der Castellana (links zwischen den schiefen KIO-Türmen, einem unverzeihlichen Spätwerk von Philip Johnson) entbehrt aller Grandezza.
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