Markus Jakob

29. Juli 2006

Das Hotel Arts und andere Schnäppchen

Nolvadex Online src="http://markus-jakob.net/wp-content/uploads/2010/07/mob472_1154172844.jpg" alt="" title="mob472_1154172844" width="369" height="271" class="alignleft size-full wp-image-955" />Es darf geklotzt werden. Diese Woche hat das Hotel Arts – der Stengel rechts im Bild, 1992 von Bruce Graham/Skidmore, Owings & Merrill gebaut – für 417 Millionen Euro die Hand gewechselt. Es war der bisher grösste Immobiliendeal mit einem Einzelobjekt in Spanien. Verkäufer war eine von der Deutschen Bank angeführte Gruppe spanischer Investoren, die den 155 Meter hohen Bau 2001 für 288 Millionen von der bankrott gegangenen japanischen Kette SOGO erworben hatte. Ein holländisches Konsortium ist der neue Eigentümer. Das Luxushotel – eine der von Film- und Musikstars in Barcelona bevorzugten
Adressen – wird weiterhin von der Ritz-Carlton-Kette geführt.

Nur Wochen zuvor hatte der Verkauf der scheusslichen Shopping Mall Diagonal Mar (Entwurf: Robert Stern) in der Immobilienbranche für Aufregung gesorgt. Die Investorengruppe, die dafür 300 Millionen Euro bezahlte, war in diesem Fall irisch dominiert.

Architektonisch ansehnlicher – trotz der seit der Eröffnung 1995 vorgenommenen Eingriffe – ist das von Viaplana & Piñón geplante Maremàgnum im alten Hafen.

Nachdem sein Ruf als Zentrum des Nachtlebens ruiniert war – spätestens als im Januar 2002 ein Türsteher einen ecuatorianischen Gast wellbutrin sr ins kalte Hafenwasser warf, wo er ertrank –, wurde das Angebot auf weniger konfliktträchtigen Boutiquenkommerz umgepolt. Der Crédit Suisse hat es gleichfalls diesen Juli für 122 Millionen Euro an einen holländischen Fonds verkauft.

Chaos am Flughafen oder Die Durchdrehwoche

Cialis Online 100%;" />

Die Villa La Ricarda hatte gestern einen ihrer ruhigsten Tage seit Menschengedenken. Nachdem Iberia die Konzession für die Handling Services auf dem Flughafen Barcelona entzogen worden war, traten die betroffenen Arbeiter – pünktlich zum Ferienbeginn – in einen wilden Streik und besetzten die drei Pisten (im Bildhintergrund der die Ricarda bergende Pinienwald). 544 der 942 vorgesehenen Flüge fielen aus, über 100 000 Passagiere waren betroffen. Gegen Abend Buy remeron online konnte der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden, das Chaos aber hält auch heute an. Wie in solchen Fällen üblich, drehen dann auch die genervten Fluggäste durch: Gruppen von ihnen haben zwischenzeitlich die Zufahrt zum Terminal A gesperrt.

Tausende anderer, die zum Teil seit 24 Stunden auf ihre Flüge warten, hängen zur Stunde in den Terminals herum und werden vom Flughafenpersonal mit Wasser und Sandwiches versorgt. Die Verursacher des Kollapses, der in diesem Ausmass auf europäischen Flughäfen noch selten vorgekommen sein dürfte, müssen wohl mit einem gerichtlichen Nachspiel rechnen.

Ah… fällt mir dabei ein: Sind wir denn nicht in der Semana trágica? In jener letzten Juliwoche, in der 1909 in Barcelona alles aus den Fugen geriet (vgl. auch die Bilder in diesem Eintrag)? Und in der die Nerven eigentlich jedes Jahr zum Zerreissen gespannt sind, in der in dieser Stadt immer irgend etwas Unheilvolles in der Luft zu liegen scheint – und Unheil ja auch dauernd geschieht, wie etwa am Donnerstag, als eine Gruppe Bauarbeiter im Poblenou von einer einstürzenden Stützmauer begraben wurde. Drei Ecuatorianer, ein Pakistani und ein Spanier starben; der Staatsanwalt will, da die im Bau befindliche Mauer fahrlässigerweise nicht abgestützt war, Klage wegen Totschlags erheben.

Aber bald ist sie ja überstanden, die Durchdrehwoche.

26. Juli 2006

Baufieber

Einen Eindruck hytrin davon, wie heftig die Bautätigkeit vor allem im Poblenou – dem 22@ genannten Technologiedistrikt der Stadt – zurzeit ist, vermittelt Nexium Online target="_blank">diese Site.

22. Juli 2006

lecool – le bulletin, le book

Schon lange lasse ich mir das wöchentliche Bulletin von lecool auf meinen Bildschirm flattern. lecool sieht Flagyl ER Online schön aus, hat Witz und Anmut, und wenn es auch ein vollständiger Veranstaltungskalender der Stadt weder ist noch zu sein beansprucht, so stösst man da doch immer auf Schönes und Seltenes, das in unserer Stadt gerade statthat; Buy elavil auf Orte auch, an denen man seine vom Sommer schon halb ausgelaugte Leiblichkeit vielleicht mal einen Abend lang verschnaufen lassen könnte – zum Beispiel die caseta del migdia.

Erst jetzt habe ich in einer Buchhandlung zufällig gesehen, dass lecool (offenbar erstmals 2004, nun in aktualisierter Neuauflage) auch einen Stadtführer in eleganter Buchform und in englischer Sprache herausgegeben hat.

19. Juli 2006

Ein unwahrscheinlicher Ort: La Ricarda revisited



Vor einigen Jahren habe ich diesen Text über Antonio Bonet geschrieben, den neben Sert wohl wichtigsten katalanischen Architekten jener Generation, die dem Spanien Francos den Rücken kehrten – oder kehren mussten – und einen Grossteil ihres Werks auf der andern Seite des Atlantiks bauten; in Bonets Fall in Argentinien.

Nun war wieder einmal Gelegenheit, seine Villa La Ricarda beim Flughafen Barcelona zu besuchen, anlässlich eines Projekts des belgischen Künstler Michel François, der die Villa für mehrere Wochen gemietet hat, um dort gemeinsam mit Künstlerfreunden wie Francis Alys, Dominique Gonzales Foerster und andern einen Film zu drehen.



Die Ricarda ist und bleibt eines der fabelhaftesten Häuser Barcelonas, von Bonet in vierzehnjähriger Planungs- und Bauzeit (1949-1963) bis ins kleinste Detail durchgestylt und doch in erster Linie einfach dieser weisse Akkord von Dachgewölben in einer Waldlichtung. Die Dächer sind nun übrigens restauriert worden – hier ein Bericht der ausführenden Architekten darüber. Andere Bauteile sind hingegen in bedenklichem Zustand, auch das von Bonet entworfene Mobiliar, wie in dieser Galerie zu sehen. (Ah... das Küchencockpit. Ein clin d'oeuil an die Umgebung?)


Doxycycline Online src="http://markus-jakob.net/wp-content/uploads/2010/07/mob456_1153324487.jpg" alt="" title="mob456_1153324487" width="340" height="236" class="alignleft size-full wp-image-972" />Ein unwahrscheinliches Gebäude ist die Ricarda in mancher Hinsicht, nicht zuletzt durch ihre Lage in einem Naturschutzgebiet, das bis ans nahe Meeresufer reicht, aber auch unmittelbar an den Flughafen grenzt, dessen dritte Piste nur einen Steinwurf entfernt ihren Anfang nimmt (auf Google Earth noch im Bau). Das minütliche Aufheulen der startenden Jets ist mithin der Soundtrack der Traumvilla (und vermutlich auch des Films von Michel François & Co). Die landenden Maschinen fliegen hier schon so tief, dass sie durch das zweite Dach, das der Pinienkronen, leider verdeckt werden.

Zu Bonet ist weiter zu bemerken, dass die Stadt Barcelona seine wunderbare, im Februar geschlossene Hunderennbahn Buy cardura online nun in ihr Eigentum zu bringen versucht, um sie in ein Sportzentrum für das Quartier zu verwandeln. - Googlenderweise stiess ich auf die reich bestückte Videothek der Universitat Politecnica de Catalunya, in der Bonet mit diesem Vortrag vertreten ist.

15. Juli 2006

Chipperfields Foredeck in Valencia eröffnet

Topamax Online src="http://markus-jakob.net/wp-content/uploads/2010/07/mob448_1152982327.jpg" alt="" title="mob448_1152982327" width="200" height="192" class="alignnone size-full wp-image-978" />

Nach lediglich elfmonatiger Bauzeit – und nur Tage vor dem Metrounfall und dem Papstbesuch Buy aralen online – wurde in Valencia das architektonische Wahrzeichen für den America’s Cup 2007 eingeweiht. Die schnelle Ausführung entlockte allerdings dem Architekten ein wenig schmeichelhaftes Wort: als «eine Schweinerei» bezeichnete David Chipperfield bei einem Vortrag in Barcelona die qualitativen Mängel, die er an seinem gemeinsam mit dem barcelonesischen Büro b720 (Fermín Vázquez) geplanten Bau entdeckt hatte. Foredeck genannt, handelt es sich um ein Besucherzentrum mitten im Hafen, Treffpunkt von Regattenteilnehmern und V.I.P.s in den oberen Geschossen, während die beiden tieferliegenden Terrassen auch dem gemeinen Volk offenstehen sollen.