Höchstwahrscheinlich wird auch die spanische Auswahl in zehn, spätestens zwanzig Jahren grossenteils aus Immigranten oder ihren Nachkommen bestehen. Die Einwanderung aus der Dritten Welt, auch aus Osteuropa, hat hier spät, dafür umso heftiger eingesetzt, wie die im vorstehenden Posting genannten Zahlen beweisen (es sind die offziellen Zahlen und sie dürften mithin eher zu niedrig sein). Obwohl Spanien zusammen mit Italien seit Jahren die niedrigste Geburtenrate der Welt aufweist (zwischen 1,2 und 1,3), ist die Bevölkerungszahl seit 2000 von knapp 40 auf über 44 Millionen geschnellt.
Wird aber eine aus Rumänen, Kolumbianern, Marokkanern und Chinesen bestehende selección dereinst die symbolische Vorherrschaft der beiden grossen Clubs, Real Madrid und Barça, zu brechen vermögen? Eine Antwort auf diese Frage gibt auch dieser von mir für das NZZ Folio (die WM-Nummer) übersetzte Artikel von Guillem Martínez nicht. Die Übersetzung war für die Publikation ziemlich rüde redigiert worden – hier das Original, das auf einigermassen witzige Weise erklärt, warum der spanische Ballon immer platzen muss.
Und wie bringen wir jetzt hier Messi noch ins Spiel? Morgen wird er das grosse Fahneneinrollen in Deutschland auslösen, sei hier mal vorausgesagt (obwohl mein Freund Markus Grob so schön gedichtet hat: mi-ma-messi/diesen da vergess-i/denn schweini ist viel bessi). Ausserdem ist ja auch Messi ein Immigrant – wurde schon im zarten Alter von dreizehn Jahren nach Barcelona transferiert und hat inzwischen sogar einen spanischen Pass. Aber er will ja Weltmeister werden, und da hat er in Blau-Weiss natürlich die besseren Chancen.
Ich werde mir das Spiel im Female Viagra Online target="_blank">maumau club ansehen, voraussichtlich von Scharen von Argentiniern umgeben (in Katalonien dürften ihrer inzwischen fast 100'000 leben – ein andermal mehr darüber). Mögen sie bloss morgen nicht in die tiefe Melancholie verfallen, die neben der grossen Röhre ihr zweiter wesentlicher Charakterzug ist.
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